Hof Zuort, Vnà / Schweiz

1zuort_1

Der historische Gasthof Zuort.

3zuort25

Die Lage: idyllisch in den Engadiner Bergen.

4zuort

Der Eingang zum Stall.

5zuort16

Jagdtrophäen.

6zuort7

Die Zimmer: rustikal, renoviert, aber nicht zu schick.

9zuort8

In den oberen Stockwerken teilt man sich ein Bad.

10zurot10

Ein Stubenzimmer.

7zuort11

Lager im Dachgeschoss mit 4 Betten.

8zurot11

Das schönste Zimmer im Hof.

11zuort5

Der sizilianische Pferdeflüsterer und Chauffeur: Salvatore.

12zuort2

Gehört ebenfalls zum Areal: das Chalet des Dirigenten Willem Mengelberg (1871 – 1951)

13zuort19

Der Eingang der Chasa Mengelberg

14zuort18

Mengelberg war ein Freund von Gustav Mahler und hatte das Areal 1920 komplett erworben.

15zurort12

Das Haus gleicht heute einem Museum

17zuort14

Mit vielen originalen Dokumenten vom Anfang des 20. Jahrhunderts.

18zurot15

Auch die Räume oben: eine Reise zurück in die Vergangenheit.

2zuort4

Das Drachenhaus, in dem sich auch eine Sauna für die Gäste befindet…

zuort17

…und zwei rustikale Heubetten zum Übernachten.

16zurort_2

Das Drachenhaus und original Mengelberg-Klamotten im Zimmer.

19zuort21

Darf nicht fehlen: Die Schweizer Flagge vor dem Haus.

Im Hof Zuort in den Engadiner Bergen wohnte einst der holländische Dirigent Willem Mengelberg. Nun hat ein St. Moritzer Arzt das Areal gekauft und sehr authentisch renoviert. Ein Traum für Ferien abseits der Piste. 

Wenn man von Österreich kommend gerade ein paar Meilen in den Schweizer Kanton Graubünden hineingefahren ist, biegt man gleich hinauf, in ein Bergdorf, das den für diese Region typisch rätoromanischen Namen Vnà trägt. Die Häuser sind dort aus Stein, die Menschen sprechen eine Sprache, die nur die Einheimischen verstehen (Rumantsch) und auf einem Parkplatz wartet Salvatore, ein Sizilianer, der unglaublich nach Pferdestall riecht und zur Fahrt in den Hof Zuort im roten Landrover Defender lädt.

Der Hof selbst liegt idyllisch in einem Tal, dem Val Sinestra, das nur zu Fuß oder eben mit Salvatores Defender erreichbar ist. Würde man weiterfahren, man käme irgendwann ins Skigebiet von Ischgl und Samnaun. Doch das „Projekt“ Zuort ist genau der Gegenentwurf zum Ski- und vor allem Aprés-Ski-Zauber von Ischgl. Wenn Salvatore das kleine Reisegepäck vorbei am Stall und drei hübschen Haflinger-Pferden in das warme Stubenzimmer trägt, bekommt man schon eine Ahnung, worin ein Aufenthalt hier besteht: man soll den Geist der Vergangenheit spüren und vor allem die Natur genießen. 

Witzig ist das schon: der Hof und das etwas höher liegende Chalet (das man komplett mieten kann), gehörte früher dem durchaus bekannten holländischen Dirigenten Willem Mengelberg. Er hatte sich bei einem Ferienaufenthalt gegen 1910 in die raue Landschaft verliebt und sich zusätzlich zum 400 Jahre alten Hof ein Chalet errichten lassen – die Chasa Mengelberg. Nach dem Tod Mengelbergs 1951 wurde der Weiler Zuort von der Mengelberg-Stiftung verwaltet, die Landwirtschaft mit 16 Hektar Grund und der Gasthof wurden von verschiedenen Pächtern geführt. Dann, im Jahr 2010, liest der St. Moritzer Arzt Dr. Peter Robert Berry IV. eine Annonce, die Mengelberg-Stiftung wolle das Areal verkaufen. Berry schlägt zu und findet in Zuort genau das, wovon sich sein Heimatort St. Moritz in den vergangenen 20 Jahren komplett verabschiedet hat: Authentizität, Ruhe und Natur.

Mit viel Gespür für „echte“ Engadiner Bergarchitektur lässt er die Zimmer im Hof ein wenig umbauen, während man das Chalet des Dirigenten im Originalzustand belässt. Besucher finden dort Kleidungs-Stücke, Noten, Bücher und originale Autographen des Künstlers. Es gleicht eher einem Museum als einem Feriendomizil. Er wolle, sagt Dr. Berry, „den Weiler Zuort als Gesamteinheit für künftige Generationen erhalten.“ Selbst im Personalhaus, dem Drachenhaus, wurde eine historisch anmutende Sauna installiert, im Zimmer nebenan können Besucher in Heubetten nächtigen. 

Ideal für

Menschen, die abschalten wollen, die eine sehr echte und authentische Natur erleben wollen, und kein Problem damit haben, sich ein Badezimmer mit dem Nachbarn zu teilen, denn die Räume haben nur Etagenduschen (und die sind bisher leider nicht im Stil der sonst sehr gelungenen Einrichtung). 

Beste Reisezeit

Im Winter (also vor allem Februar und März) zum Schneeschuhwandern und Skitouren-Gehen. Und aufgrund der tollen Wandermöglichkeiten ist der Hof natürlich auch im Sommer und vor allem im Herbst, der in Graubünden zur schönsten Jahreszeit zählt, interessant.

Höhe

Ca. 1700 Meter über Meer.

Preise

Im Doppelzimmer ca. 95 Euro pro Person, ab der 2. Nacht 80 Euro / etwas günstiger ist das Vierbett-Zimmer im Dachgeschoss, das ist allerdings auch sehr klein. Miete der Chasa Mengelberg auf Anfrage. 

Buchung & Kontakt

Hof Zuort 
Ramosch / Graubünden
Tel: +41 81 866 31 53

www.zuort.ch
info@zuort.ch