Der perfekte Ort: Luzern / Schweiz

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Die kleine Stadt am Vierwaldstätter See war einst das Urlaubs-Zentrum französischer und britischer Aristokraten. Sogar César Ritz, der Hotelier aller Hoteliers, führte damals das wichtigste Haus am Platz, das Hotel National. Doch was ist aus dem Glamour von einst geworden? Ein Besuch…

Ein Besuch in Luzern, 80.000 Einwohner, eine Autostunde südlich von Zürich und drei nördlich von Mailand, beginnt tatsächlich mit einem heftigen Wow-Effekt. Denn die großen Grand Hotels am Ufer des Vierwaldstätter Sees strahlen noch immer diese Grandezza von Cannes oder Nizza aus. Der Sommer ist hier sehr mediterran, die Sonne blinzelt früh durch symmetrische Alleen, Boote schippern über das Wasser und im Strandbad springen die Kinder in den See, der schon immer eine gesunde Wasserqualität hatte.

Die Kulisse von Luzern entstand zu jener Zeit, als sich eine Art Sommer-Tourismus in Europas Alpen etablierte. Neben Nizza, Viareggio und Venedig reisten die Familien in die Sommerfrische nach Meran, Bad Gastein, Karlsbad und: Luzern. Es ist kein Zufall, dass Thomas Cook, der Erfinder der Pauschalreise, seinen ersten Trip für vermögende Kunden aus England an den Vierwaldstätter See organisierte!

Sogar der bekannteste Hotelier der Welt, der Walliser (also er stammt nicht aus Wales, sondern aus dem Schweizer Kanton Wallis) César Ritz, führte das wichtigste Haus am Platz – das Hotel National – zwischen 1878 und 1890 und lernte hier die Menschen kennen, mit denen er später das Ritz in Paris kreierte. So einer wie Ritz wusste auf jeden Fall schon damals, dass die Menschen im Urlaub etwas erleben wollen und so entstanden in Luzern Casinos, Partyterrassen und Kulturareale.

Die vier großen Prachtbauten, das Hotel National, das Palace, der Schweizerhof und das Montana werden noch heute als Hotels geführt, sind im Inneren aber leider keine wirklichen Pretty Hotels. Der neue Besitzer des Hotel Palace, der Chinese mit dem schönen Namen Yunfeng Gao, sagte vor kurzem aber, er wolle 100 Millionen Franken in das Haus stecken und vor allem die Zimmer verschönern.

Doch keine Angst: Das heutige Luzern ist weder ein verstaubtes Museum noch ein Touristenzentrum. Es ist eher ein kosmopolitischer Platz: Amerikanische und Chinesische Touristen mischen sich mit vielen Einheimischen, die ihre Stadt lieben, weil sie eigentlich ziemlich perfekt ist und alles hat: Eine sehr überschaubare Größe, einen Badesee, zwei wunderbare Wanderberge (den Pilatus und die Rigi), dazu ein unglaubliches Kulturangebot im KKL, Altbauwohnungen wie in Bari, Villen mit Seeblick, ein paar schöne Bars und Restaurants und vor allem wenig Aufregung.

Das beste an Luzern, sagt ein Einheimischer, ist diese Mischung: Man wohnt in einer Stadt, lebt aber wie auf dem Land.

Dass es mit dem neuen Hotel Anker jetzt auch noch ein sehr modernes, buntes Pretty Hotel gibt, ist natürlich eine schöne Zugabe und ein optimaler Aufhänger für einen Besuch.

Wie der aussehen könnte? Hier:


1. Frühstück im Café Luz

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Das Café Luz am Quai.

Im Café Luz startet der Tag langsam und mit dem Blick auf die abfahrenden Ausflugsboote des Vierwaldstätter Sees. Es gibt frische Croissants, wunderbaren Kaffee und eine sehr gechillte Atmosphäre. Wer mag, kann natürlich auch am Nachmittag oder Abend auf einen Apéro einkehren, das Luz ist da so eine Art Allzweckwaffe.


2. Morgenspaziergang auf der KapellBrücke

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Die Kapellbrücke morgens um 6.30 Uhr

Nur so viel: Die Kapellbrücke ist mal kurz die älteste Holzbrücke Europas und sie steht mittendrin, in Luzern! Sie wurde im Jahr 1365 eingeweiht und unter dem Dach befinden sich 111 Gemälde, die ein wenig über die Schweizer Historie erzählen. Tagsüber sind natürlich viele Touristengruppen auf der Brücke, deshalb empfehlen wir ja eben den Besuch ganz in der Früh!


3. Ab auf den Pilatus!

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Blick von der Gondel auf den Vierwaldstätter See.

Der Pilatus ist der Hausberg von Luzern und von ihm hat man diesen unfassbaren Blick auf den unglaublichen Vierwaldstätter See, der einen manchmal an die Karibikinsel Santa Lucia oder die Landschaft von Rio de Janeiro erinnert. Auf den Pilatus kommt man entweder zu Fuß, mit der Gondel oder der Zahnradbahn. Tipp für Familien: Auf der Mittelstation der Gondel befindet sich ein schöner Klettergarten für die Kids. Entfernung von Luzern: 15 Minuten mit dem Zug oder Bus, eine Stunde mit dem Schiff, dann aber zur Zahnradbahn, nach Alpnachstad.


4. Light Lunch im Hotel Anker

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Restaurant Anker im Pretty Hotel Anker

Das neue Hotel Anker ist ein gewagtes Projekt, denn die Betreiber haben ein Altbaugebäude in der City komplett entkernt und darin sehr bunte, moderne Zimmer sowie ein sehr offenes, aber auch sehr gemütliches Restaurant hinein gezimmert. Zugegeben, wir waren am Anfang etwas skeptisch, aber nach dem Besuch muss man sagen: das Hotel ist ein wunderbarer Platz zum Wohnen, Speisen und Verweilen und absolut zu empfehlen!


5. Eine Bootsfahrt auf dem See

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Der Salon 1. Klasse auf dem Schiff „DS Schiller“.

Eine Schiffsfahrt hört sich auf den ersten Blick nach Kaffeefahrt auf einem stillosen Ausflugsdampfer an. Von Luzern startet mittags aber der Schaufelraddampfer DS Schiller, in dessen Innenraum sich ein wunderschöner Jugendstil-Salon befindet. Die Kellner servieren hier ein göttliches Menu, dazu gibt es die erste Flasche Wein und draußen ziehen die Villen von Sergej Rachmaninow und Richard Wagner am Ufer des Vierwaldstätter Sees vorbei.


6. Ein Besuch in der Badi

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Die Badeanstalt der Stadt Luzern liegt direkt vor den großen Grand Hotels an der Uferpromenade und beherbergt noch die wunderbaren Holzumkleiden von anno dazumal. Oben auf der Empore lässt es sich entspannt in der Sonne liegen, unten gibt`s Drinks, Snacks und Espresso – nicht pseudo-touristisch, sondern sehr nett gemacht alles. Theoretisch könnte man den ganzen Nachmittag hier verbringen, was einige Mütter mit ihren Kindern auch machen.


7. Apéro im Inseli Park

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Im Inseli Park trifft man sich zum Apéro.

Der Inseli Park hat zwei Vorteile (obwohl: eigentlich sind es drei): Er ist etwa 48 Sekunden vom Stadtzentrum entfernt und trotzdem irgendwie nicht mehr in der Stadt, weil so schön ruhig und direkt am See. Und die beiden anderen Vorteile sind die beiden zauberhaften Bars, also eigentlich sind es bunte Wellblechhütten, die eine heißt Buvette Bar und die andere Bar Volière und dort holt man sich sein Bierchen, nimmt es mit an einen der Tische und bewundert die Kulisse.


8. Drinks im Beach Club des Hotel Montana

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Barmann im Hotel Montana

Wer es etwas szeniger mag, also mehr so Ibiza-Style, der spaziert hinauf ins Montana-Hotel und in diesem Hotel nochmals hinauf in den zweiten Stock. Dort befindet sich die neue Beach Bar, mit weißen Cabanas und Sand und Strandliegen und ein paar coolen Gästen, die Rosé bestellen. Ist jetzt wahrscheinlich mehr was für Influencerinnen, die sich im Bikini ihren Followern präsentieren wollen.


9. Dinner im Mill`Feuille

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Beste Tapas, schönste Terrasse: Das Mill`Feuille.

Das Mill`Feuille ist so etwas wie der neue Hotspot der Stadt, abends ist es schwierig einen Tisch auf der vorderen Terrasse mit Blick auf den Fluss zu bekommen. Das liegt zum einen am sehr guten Essen (es gibt sehr leckere und gesunde Tapas) und zum anderen an der lockeren Atmosphäre, gepaart mit schöner Einrichtung. Ganz abgesehen davon, kann man hier bis 18.00 Uhr abends Frühstücken. Herrlich.


10. Nacht-Spaziergang durch die Altstadt

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Wie vor 700 Jahren: Die Luzerner Altstadt.

Die Altstadt ist tagsüber leider schon oft von Touristen-Mengen eingenommen. Die versperren einem dann den Blick, vor allem weil die Fassaden und Häuser so wunderschön sind, dass man sie gerne ohne andere Menschen genießen mag. Das unglaubliche an Luzerns Altstadt ist ja, dass die Häuser wirklich wie in einer italienischen Kleinstadt nicht nur neben- sondern auch über- und hintereinander auf engstem Raum stehen und wirklich pretty sind.


Allgemeine Tipps

Da Luzern über einen sensationellen Bahnhof im Inneren der Stadt verfügt, empfiehlt sich die Anreise mit der Bahn. Abgesehen davon hat die Schweiz eh das beste Eisenbahnnetz und man kommt von hier aus auch ganz bequem in die anderen Orte.

Wer nicht in der Stadt nächtigen mag, dem empfehlen wir, das Ferienhaus „Im Spycher“ – ebenfalls ein Mitglied bei Pretty Hotels – oder das Hotel „Terrasse am See“ in Vitznau. Das liegt zwar auch direkt am Vierwaldstätter See, ist aber mit dem Auto und dem Schiff etwa eine Stunde entfernt.

Ein großes Highlight im Sommer ist neben dem weltweit einzigartigen Klassik Festival, dem Lucerne Festival (11. August bis 10. September) auch das Blue Balls Festival mit rund 120 Veranstaltungen, die vor allem im Freien und am See stattfinden. 

Informationen

Zu Luzern generell und all den Angeboten gibt es unter www.luzern.com.

Übernachten

Hotel Anker
Pilatusstrasse 36
6003 Luzern
www.hotel-restaurant-anker.ch

Ferienhaus Im Spycher
Unterschiltstrasse 7
6363 Fürigen am Bürgenstock
www.im-spycher.ch

Hotel Terrasse am See
Bahnhofstraße 2
6452 Vitznau / Schweiz
www.hotel-terrasse.ch

Essen & Trinken

Restaurant Mill`Feuille
Mühlenpl. 6
6004 Luzern
www.millfeuille.ch

Buvette Bar / Café Bar Volière
Werftsteg
6005 Luzern

Café Luz
Landungs Brücke 1
6003 Luzern
www.luzseebistro.ch

Restaurant & Bar Drei Könige
Klosterstrasse 10
6003 Luzern
www.3koenige-luzern.ch

Alle Bilder: ©Pretty Hotels.