Der perfekte Trip: Cape Cod / USA

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Die Halbinsel vor Boston ist nicht nur eine riesige ruhige Ferieninsel, sondern auch ein wunderbarer Platz, jenes Amerika zu entdecken, das sich Präsidenten wie John F. Kennedy wünschten. 

Wer noch nie an der nördlichen Ostküste Amerikas urlaubte, dem sei verraten: Es ist eher ein Cornwall als St. Tropez. Nicht nur die Küste hin zum Atlantik ist rau, auch die Menschen und Häuser sind nicht bling-bling. Sie sind eigentlich das Gegenteil: stilvoll, zurückhaltend, konservativ.

Cape Cod, das Eiland vor Boston, ist zweifellos die berühmteste Ferieninsel Neu-Englands. Das liegt vor allem am Kennedy-Clan, der zu Zeiten von John F.`s Präsidentschaft hier seine Sommer-Basis hatte. Vor dem Anwesen in Hyannis Port weist nur ein kleines Schild („Bitte nicht betreten“) die Besucher darauf hin, dass es sich noch immer um ein privates Domizil handelt. Es gibt aber Gerüchte, dass der „Kennedy Compound“ irgendwann als Museum auch für Besucher öffnen wird und man jene Bilder, die man aus den Coffee Table Books kennt, dann auch in echt sehen darf. 

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Kennedy-Haus, Jacky und John F. und die Brüder vor dem Anwesen in Hyannis Port.

Der Grund, weshalb nicht nur die Kennedys, sondern auch Martin Luther King, Tennessee Williams, Schriftsteller Norman Mailer, Künstler Mark Rothko oder sogar der Unabhängigkeits-Unterzeichner Benjamin Franklin die Insel liebten, ist simpel: Die Natur des Eilands ist wunderschön, es gibt – noch immer – wunderbar unberührte Strände und ganz wenige Hotel- oder gar Fast Food Ketten.

Außerdem hatte Cape Cod die Nähe zu Boston, das für die Vereinigten Staaten historisch noch wichtiger war als New York und in dessen Universitäten Harvard und MIT noch heute die Elite studiert. Apropos Harvard: Der studentische Preppy Look hatte auf Cape Cod nie Ferien. Man hat das Gefühl, ein kariertes Polohemd zu kurzer Bermuda gehört zumindest in Hyannis bei Männern zur Grundausstattung. Das wäre hierzulande etwas schnöselig, an der Originalstätte dieses Looks aber können es die Buben tragen. 

Und wer die Main Street 28 Richtung Osten nach Chatham und weiter Richtung Norden, nach Provincetown, hinauffährt, entdeckt sowohl im Sommer als auch Winter eine Welt, wie man sie sonst nur in Einrichtungs-Katalogen von Ralph Lauren findet: überall weiße Holz-Häuser mit blauen oder grünen Fensterläden, sauber gestrichen, gepflegte Vorgärten und Kirchen wie im Historien-Drama. An den Küsten viele alte Leuchttürme, raue Dünen und Strände.

Unser Lieblingsplatz in Provincetown ist natürlich das Pretty Hotel Salt House Inn. Kevin O`Shea und David Bowd haben dieses „Zuhause“ vor ein paar Jahren geschaffen, ganz im Sinne der Pretty Hotels Philosophie: An den Wänden hängen Fundstücke aus der Gegend, die Zimmer sind hell und das wichtigste: Man fühlt sich sofort wie zuhause. Inzwischen haben die beiden mit ihrer Salt Hotels Gruppe noch ein weiteres hübsches Hotel in Provincetown eröffnet, das Eben House, ebenfalls sehr hübsch natürlich. 

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Zimmer im Salt House Inn

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Bad im Eben House.


Und keine Angst: Die Insel verfügt über etwa 900 Kilometer Strand. Das ist Deutschland der Länge nach! Das reicht, die vielen Familien in den Sommerferien zu verteilen. 

Anreise

Am besten nach Boston fliegen, von dort einen Mietwagen nehmen und mit etwas Zeit im Gepäck über Hyannis Port Richtung Provincetown hinauffahren.

Essen und Trinken 

The Beachcomber ist ein schönes Ausflugslokal an der Küste von Cahoon Hollow Beach – www.thebeachcomber.com.
Das bestes Hummerlokal in Hyannis nennt sich Naked Oyster – www.nakedoyster.com.

Wohnen

Salt House Inn
6 Conwell Street
Provincetown, Massachusetts, USA
info@salthouseinn.com 
www.salthouseinn.com

Eben House
90 Bradford Street
Provincetown, Massachusetts, USA
info@ebenhouse.com
www.ebenhouse.com