Kranich Museum & Hotel, Hessenburg / Ostsee

Das wunderbare Kranich Hotel & Museum ist keine gewöhnliche Herberge, sondern eine raue Villa mit kreativen Zimmern, Ferienwohnungen, Kunst-Installationen und grandiosem eigenem Park. Perfekte Zugabe: Zum Strand sind es nur 5 Minuten.

Zugegeben: In das Kranich Hotel & Museum haben wir uns bereits während der Anreise verliebt. Man gleitet hier oben ja durch diese endlosen, weiten Felder. Ab und zu grasen darin ein paar gepflegte Pferde. Dazu ein leichter Wind und die Nähe zum Wasser. So müssen Ferien beginnen.

Hinter dem Örtchen Saal biegt man einem selbst gemachten Schild folgend in eine kleine Seitenstraße hinein und landet auf dem Areal dieses Gutshauses. Areal deshalb, weil es aus mehreren Häusern besteht. In einem davon wohnt auch die Besitzerin: Dr. Bettina Klein, eine sehr interessante und charmante Kunsthistorikerin. Sie hat das alles in den vergangenen 20 Jahren auf die Beine gestellt.

Wenn man ankommt, am Hauptgebäude, darf man sich seinen Schlüssel aus einem „Safe“ (ein kleiner Kasten) vor dem Haus nehmen. Und eintreten. Dieser Moment ist für manche Gäste etwas – nunja – „eigenartig“, sagt Bettina Klein. Denn der ein oder andere sei schon etwas irritiert über die unverputzten Wände.

Das muss man auch wirklich mögen, sonst ist man hier falsch.

die „Eingangshalle“ für Hotelgäste und das Museum.

Wir durften oben im dritten Stock in einem der Apartments nächtigen. Also steigt man eine Treppe hinauf, die aussieht als befinde sie sich noch im Bau, nur ist sie gar nicht mehr im Bau. Auch der Dachboden ist noch „im Bau“.  Macht aber nichts, denn nach einer Weile merkt man, dass dies die Idee des ganzen Projekts ist. Nebenbei bemerkt man ein Kunstwerk der Britin Alanna Lawley (sie hat vier Säulen des Hauses in Kubuse gepackt). Und aus einem Fenster wirft ein Scheinwerfer Licht in den Norddeutschen Horizont – eine Kunstinstallation von Riccardo Giacconi.

Nach der Ankunft im Zimmer: Große Freude. Das einhundertprozentige Gegenteil eines Ibis Styles Hotels. Nichts ist gestellt. Der Putz an den Wänden, die Backsteine, die Antiquitäten, die Bäder und der Boden: Ein Gesamtkunstwerk, das die Verbindung vom damaligen Gutshaus und dem heute herstellt.

Wenn man es genau nimmt, gehört das Kranich Museum & Hotel zu den ganz wenigen Häusern, in denen man die Geschichte wirklich spürt. Und neben den Details waren wir vor allem vom morgens durchs offene Fenster sickernden Licht begeistert.

Aber dieses raue, Unperfekte muss man natürlich schon mögen, als Gast.

Magisch: Das Morgenlicht im Apartment Nr. 9.

Die zimmer

Das Gutshaus hat drei Stockwerke. Im Erdgeschoss befinden sich die sechs Gästezimmer und eine Küche, in der das Frühstück zubereitet wird. Im zweiten Stock ist die Kunstausstellung. Und ein Raum, der als offizielles Standesamt für Hochzeiten gemietet werden kann. Im dritten Stock dann der Dachboden und an den jeweiligen Enden zwei große Apartments. Das größte ist das Apartment Nr. 10. Es hat 80 Quadratmeter, Küchenzeile im Großraum und Abendsonne. Das kleinere (eher für zwei Personen) hat 43 Quadratmeter, eigene kleine Küche und Morgensonne – wenn sie scheint.

Ab Juni gibt es auch noch ein soeben renoviertes Gartenhaus mit zwei Wohnungen, die man als Familie natürlich auch zusammen mieten kann.

 

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Die Kunst

Der gesamte zweite Stock des Gutshauses ist der Kunst vorbehalten. Man findet Kunstwerke und Installationen. Ins Auge sticht vor allem eine aufblasbare Konstruktion von Alex Schweder. Es wurde 2013 auf der Architektur Triennale in Lisabon gezeigt und steht jetzt hier. Zwei Besucher sollen sozusagen mithilfe von in einem schwarzen Teppich verborgenen Inflatables aus dem Raum gehoben werden. Mehr wollen wir aber nicht verraten!

Die Kunst spielt eine große Rolle im Kranich Museum & Hotel.

Kulinarik

Das Frühstück wird im ersten Stock in der Küche zu einer vorher vereinbarten Uhrzeit „überreicht“. Man darf dann selbst entscheiden, wo man frühstückt. In jedem Zimmer ist in jedem Fall genug Platz (und ein Tisch), im Sommer setzt man sich aber in den Garten, dort stehen Tische und Stühle bereit.

In einem eigenen Gebäude am Eingang befindet sich das Café Kranich, das auch von vielen externen Gästen besucht wird. Diesen Sommer ist es von 12.00 bis 20.30 Uhr geöffnet. Man muss also das Areal gar nicht unbedingt verlassen. Im Café Kranich gibt es selbst gebackene Kuchen und leckere Speisen mit vielen Zutaten aus dem eigenen Kräuter- und Salatgarten.

Eine gute Alternative zum Essen gehen wäre noch das Schmidt’s in Lüdershagen, etwa 6 Kilometer vom Hotel entfernt.

Umgebung

Eines der wichtigsten Merkmale des Kranich Museum & Hotel ist die besondere Lage: Der Weiler Hessenburg, in dem es sich befindet, liegt etwa 5 Minuten vom „Bodden“ der Darß-Landzunge entfernt. Ein Bodden ist eine Art Binnengewässer des Meeres. Auch hier gibt es kleine Strände und Häfen. Wer ein Boot mietet, kann von hier auch auf die Ostsee hinaus segeln. Viele Gäste fahren aber direkt an die See. Zu den Stränden von Ahrenshoop oder Zingst sind es 25 entspannte Minuten mit dem Auto.

Direkt um die Ecke: Der Strand von Neuendorf

Kinder

Klar, sind erlaubt. Es gibt auch kreative Schlafmöglichkeiten, aber die Zimmer und Apartments sind nicht komplett für Familien gebaut. Im Garten befindet sich aber eine Schaukel und eine Rutsche.

Lage

Google Maps Link

Preise

Doppelzimmer ab 82 Euro. Apartment ab 122 Euro pro Nacht. Frühstück extra (10,50 Euro pro Person).

Buchung & Kontakt

Kranich Museum & Hotel
Dorfpl. 2
18317 Saal / Hessenburg
Mecklenburg-Vorpommern

www.kranichhotel.de

info@kranichhotel.de

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