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Michelberger Berlin

Michelberger

Die Geschichte des Michelberger ist eng mit der Entwicklung Berlins verbunden: Denn Nadine und Tom Michelberger, hatten das Haus bereits im Jahr 2009 eröffnet, einer Zeit, in der es in Berlins Osten noch etwas wilder zuging. Ihre Idee war, einen kreativen Ort zu schaffen, an dem Gäste und vor allem auch Einheimische nicht nur zum Übernachten kommen, sondern auf einen Plausch oder Drink. Sie bauten sozusagen ein Hotel um eine Bar herum.

Das ist heutzutage zwar die Idee von vielen Hotels, doch schaffen tun es die wenigsten. Meist liegt es daran, dass sie keine Erfahrung haben, welche Energie zum Beispiel eine Hotelhalle braucht. Die Michelbergers wussten es schon damals und wissen es noch heute (Wie es richtig geht, bleibt aber ihr Geheimnis).

Pretty Hotels: Michelberger (Bild 4)
Schön, kreativ und immer voller Gäste: Die Lobby und Bar des Michelberger Hotels an der Warschauer Straße.

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde um 1905 als Lichtfabrik gebaut, hier wurde unter einem Dach gewohnt, produziert und verkauft. Eine Art Blaupause für die Michelberger Idee. Auch die Fassade wurde bewusst so belassen, denn die Umgebung ist durchaus rough. Gegenüber sind U-Bahn- und S-Bahn-Eingangsbereiche (Warschauer Straße), um die Ecke Clubs und Szene-Bars, inzwischen auch Gourmet-Lokale – die Berliner Version allerdings (man kann das Jackett zuhause lassen).

Wie ist es nun?

Super. Man landet beim Check-in in der Bar, entscheidet sich erst einmal für einen Kaffee, im Sommer gerne draußen im Innenhof, mischt sich ins internationale Publikum und saugt die Stimmung auf. Anschließend spaziert man auf sein Zimmer, bestaunt zusätzliche Räumlichkeiten wie das kleine Kino im 5. Stock des Hinterhauses oder das Restaurant im Erdgeschoss, in dem man gleich einen Tisch für den Abend buchen möchte.

Die Zimmer

Das Michelberger gehört im Pretty Hôtels Kosmos zu den größeren Hotels. Es gibt derzeit über 100 Zimmer, viele davon in der Einstiegskategorie mit einfacher Ausstattung und sehr angenehmen Preisen. Die Suiten oben im vierten Stock haben dafür einen großartigen Blick, manche eine frei stehende Badewanne und ineinander laufenden Bad- und Wohnraum. Da wir hier übernachten durften, können wir es auch aus erster Hand empfehlen.

Die Hideouts

Sehr empfehlen kann man auch die neuen Hideouts, die vom bekannten Architekten Sigurd Larsen entworfen wurden. Man wohnt hier etwas verschachtelt in Modulen aus Holz, für Kinder gibt es auch mal Kojen, dazu praktische und sehr gut ausgestattete Küchenzeilen – in einem großen Hideout ist sogar eine Sauna untergebracht. Die Idee: Wer länger kommt – oder mit Familie – soll durchaus auch einen Platz im Michelberger finden. Wir fanden’s grandios.

Hideout-Räume: Durchaus mutige Architektur, aber alles in allem auch mit Wohlfühleffekt.

Bar & Restaurant

Wer im Michelberger nächtigt und jemanden aus Berlin zu einem Business Meeting trifft, muss nicht unbedingt das Hotel verlassen, denn die Lobby ist wie schon erwähnt ein beliebter Ort für eine Verabredung. Im Sommer sogar mit Innenhof, es gibt coole Drinks und Snacks. Wir testeten natürlich gleich das Haus-eigene Restaurant, in dem auch das Frühstück serviert wird (ebenfalls zu empfehlen). Was gibt’s? Gebackene Topinambur mit Bergamotte und Lardo als Vorspeise oder Quarkknödel mit brauner Butter, Kohl und Kräuterseitling, alles aus kontrolliertem Anbau. 

Die Farm

Apropos Anbau: Zur Michelberger-Familie gehören inzwischen nicht nur weitere Lokale und Bars in Berlin, sondern auch die Michelberger Farm, die etwa 1.5 Stunden süd-östlich des Hotels liegt. Dort wächst viel Gemüse und Salate, die in den Restaurants auf den Teller kommen. Man kann dort aber auch übernachten und / oder eine Workation machen, ein Retreat besuchen oder eines mit der Firma veranstalten.

Lage

Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, als wäre das Michelberger etwas weit im Osten, so ist die Lage doch eins A. Wer via Hauptbahnhof ankommt, steigt in die S-Bahn und ist 12 Minuten später im Hotel. Hinter dem Haus befindet sich die Uber Arena, in der viele große Konzerte stattfinden, ein paar Musiker haben auch schon im Hotel gewohnt und in der Bar kleine Zusatz-Konzerte gegeben. Ansonsten hat sich das Viertel zum „it-place“ entwickelt, viele Bars und Restaurants – und auch Clubs – sind direkt um die Ecke.

Preise

Einzelzimmer (klein – ab 12qm) ca. 100 Euro. Suiten ca. 230 Euro, Hideouts ca. 380 Euro – je nach Buchungslage und Saison.

Buchung & Kontakt

Michelberger Hotel
Warschauer Straße 39-40
10243 Berlin

reservations@michelbergerhotel.com

www.michelbergerhotel.com

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