Wo sind wir
Mitten in der Gascogne, zwischen Bordeaux und Toulouse. Wir reisten via Toulouse an, man durchquert ein paar kleinere Orte (Kleine Anekdote: an einer Kreuzung geht es nach links in den Ort Bretagne und nach rechts nach Montreal, irgendwie ganz witzig). Man sieht viele Weizenfelder, viele kleine Weingüter, viel französisches Flair. Dann biegt man in ein 4 Hektar großes Grundstück ein und erblickt ein Traumschloss – das Château de Pomiro.
Ein britisches Paar, unglaublich sympathisch, mit Namen Serena und Adrian, hat vor einigen Jahren beschlossen, Londons Trubel gegen das Landleben einzutauschen. Weil es doch etwas mehr Arbeit war, das alte Schloss auf Vordermann zu bringen, haben sie fünf Jahre gebraucht, bis es eröffnet wurde. Doch jetzt steht es da wie eine Eins.
Vor allem die Qualität der Räumlichkeiten ist absoluter Luxus-Standard. Serena hat ein grandioses Gespür für Farben, Stoffe und Wohlfühl-Ecken. Alleine die Küche, in der die beiden das Frühstück zubereiten. Wunderbar. Man denkt: So möchte man wohnen – wenn man das Budget und die Ausdauer hätte.
Zimmer
Während im Erdgeschoss die Wohnräume sind, mit Frühstücksraum und Wohnzimmer zum Abhängen, sind oben im ersten Stock die vier Zimmer. Und dann gibt es noch ein Cottage im Nebenhaus zur Selbstversorgung.
Jedes Zimmer hat einen eigenem Charakter: hohe Decken, originale Details, antike Möbelstücke gepaart mit sanften, modernen Akzenten. Sie heißen The Blue Suite, The Marquise Suite, Robin’s Wood Suite und The Morning Suite. Wir fanden unsere, die Marquise Suite genial. Im Turm ist das Badezimmer, so etwas hat man noch nicht gesehen, ein Raumtraum. Vor allem mit der Abendsonne, die durch die Fensterläden flackert. Dazu: Hochwertige Bettwäsche, flauschige Handtücher, Bademäntel, schnelles WLAN, frische Blumen und ein kleines Willkommenspaket. 100 Punkte. In den Château-Suiten ist das Frühstück auch inklusive.
Wenn man Nachmittags einen Kaffee oder ein Glas Wein am Pool möchte, gibt es eine Honesty Bar.
Kulinarik
Ein eigenes Restaurant gibt es nicht, dafür ein sehr üppiges Frühstück mit frischen Eiern der hauseigenen Hühner und lokalen Spezialitäten. Und die Umgebung ist kulinarisch ein Traum. Das Weingut Domaine Horgelus liegt gerade einmal 600 Meter entfernt, weitere Armagnac- und Weingüter wie Pellehaut, Guillaman oder Chateau Gensac sind in wenigen Autominuten erreichbar. Wer lieber selbst stöbert, wird auf den Wochenmärkten in Éauze, Montréal oder Vic-Fezensac fündig, im Sommer zusätzlich bei den stimmungsvollen Nachtmärkten. Gute Adressen zum Essen gibt es ebenfalls in der Nähe, etwa Entre Les Lignes in Eauze oder Citrus in Condom.
Umgebung & Anreise
Bis zur Atlantikküste und den Pyrenäen sind es je rund zwei Stunden, der Flughafen Toulouse ist in 1:35 Std. erreichbar, Bordeaux in 1:45 Std., und der TGV-Bahnhof Agen liegt gerade einmal 45 Minuten entfernt. Der nächste Ort, das malerische Bastide-Städtchen Montréal-du-Gers, ist nur 7 km entfernt.
Verbinden mit
Natürlich mit den Pretty members Maison Duroy in Nérac und Couvent de la Salette in Millau. Anschließend entweder an die Cote d’Azur oder die Atlantikküste, je nachdem wo man begonnen hatte.
Ideal für
Paare auf der Suche nach Ruhe und Entschleunigung. Bei unserem Besuch weilte ein Pärchen aus England bereits zum zweiten Mal hier, sie hatten das Cottage genommen, weil sie sich dann abends selbst etwas gekocht haben. Aber auch Familien können hier ein paar schöne Tage verbringen. Theoretisch gehen auch Hochzeiten oder Fotoshootings in stilvollem Rahmen – das Château nimmt auch private Veranstaltungen und Retreats an.
Preise
DZ ab 160 Euro inkl. Frühstück.
Buchung & Kontakt
Château de Pomiro
3258 Rte de Pomiro
32250 Montréal-du-Gers
Frankreich
